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| Biodynamische Embryologie
Grundlagen
der Biodynamischen Embryologie Die Entwicklung der menschlichen Gestalt ist das Resultat ebenso komplexer wie faszinierender dynamischer Prozesse. In diesem Seminar werden wir ein Verständnis für die frühen Stadien der humanembryologischen Formwerdung entwickeln. Grundlage dafür ist das biodynamische Modell, wie es von Dr. Erich Blechschmidt erarbeitet worden ist. Zentral für ein Verstehen der biodynamischen Embryologie ist die differenzierte Betrachtung der Unterschiede zwischen Ontogenese (Entstehung des individuellen Organismus) und Phylogenese (Entstehung einer Art), sowie der lebendigen Beziehungen zwischen Genen und epigenetischem Feld! Der Weg führt uns (am ersten Tag) von der befruchteten Eizelle zur Entwicklung des einkammerigen Eis, von der Entstehung des Amnions und Chorions bis zur Ausbildung der zentralen Mittellinie, welche letztlich die Orientierung für Spannungsverlauf und alle Fluktuierung von Flüssigkeiten im System bilden wird. Wichtig dabei ist eine Klärung der Wechselwirkung von Lage-, Form- und Strukturentwicklung von Zellen, Geweben und Organen. Der unterschiedliche Beitrag von „Grenzgewebe“ und „Binnengewebe“ zur Gestaltung des Organismus wird dargelegt - er bildet später die Grundlage von Spannungs- und Druckverteilung im Körper. Im Laufe des zweiten Tags wenden wir uns dann anhand von Beispielen den späten Stoffwechselfeldern zu, in denen die zuvor besprochenen Grundlagen und Prinzipien der biodynamischen Embryologie quasi ihre Anwendung finden. Dabei wird insbesondere die Lage- und Formentwicklung des Nervensystems im Vordergrund stehen. Grundlagen der frühembryonalen Entwicklung sind äußerst hilfreich für ein differenziertes Verständnis der Körperstruktur. Das palpatorische Wahrnehmen der Fluktuation von Flüssigkeiten und der Spannungsverteilung im System wird erst so von Grund auf verständlich.
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